Aktuelles
Mexiko will den Anbau von Gentech-Mais in der Verfassung verbieten
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat dem Parlament eine Verfassungsänderung vorgelegt. Darin wird Mais als Teil der nationalen Identität bezeichnet und der Anbau von gentechnisch verändertem Mais verboten. Sheinbaum reagierte damit auf eine juristische Niederlage: Ein Schiedsgericht hatte das 2023 erlassene Importverbot für Gentech-Mais aus den USA aufgehoben. Wie der Streit weitergeht ist angesichts der Zoll-Drohungen von US-Präsident Trump ungewiss.
Bundestagswahl 2025: Positionen der Parteien zur Agrogentechnik
Rund 60 Millionen Wahlberechtigte können am 23. Februar 2025 den 21. Deutschen Bundestag wählen. Über den Umgang mit Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln wird politisch aktuell nur wenig diskutiert. Entsprechend knapp sind die Sätze zu diesem Thema in den Wahlprogrammen. Aktiv werden kann man bei einer Mailaktion gentechnikkritischer Verbände.
Gutachten: Lebensmittelwirtschaft haftet für neue Gentechnik
Die von der Europäischen Kommission geplante Aufweichung der Gentechnik-Regeln für Pflanzen, die mit neuen gentechnischen Verfahren (NGT) hergestellt wurden, hätte eine gravierende Konsequenz: Sicherheitsprüfung und Haftungsrisiken für NGT-Pflanzen und daraus hergestellte Produkte würden von den Gentechnik-Unternehmen auf die Lebensmittelwirtschaft verlagert. Zu diesem Ergebnis kam ein Rechtsgutachten, das der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) kürzlich veröffentlichte.
Neue Gentechnik: viel Kritik an polnischem Vorschlag
Der polnische Kompromissvorschlag, wie die Regeln für Pflanzen aus neuen gentechnischen Verfahren (NGT) in der EU gelockert werden könnten, ist gestern in der zuständigen Arbeitsgruppe in Brüssel dem Vernehmen nach auf vielfältige Kritik gestoßen. Diese sollen die EU-Mitgliedstaaten bis Ende des Monats schriftlich einreichen. Mitte Februar wird dann weiter beraten. Organisationen aus ganz Europa haben in einem Brief an den polnischen Agrarminister Czesław Siekierski ihre Enttäuschung darüber ausgedrückt, dass die polnische Regierung ihre bisherige kritische Position zur NGT-Verordnung aufgegeben hat.
Italien: erster Feldversuch mit Gentechnik-Wein
Forschende der Universität Verona haben erstmals in der Europäischen Union Weinreben gepflanzt, die mit neuen gentechnischen Verfahren (NGT) verändert wurden. Sie sollen der Pilzkrankheit Falscher Mehltau widerstehen können. Ein zweiter Feldversuch ist bereits genehmigt. Dabei gibt es bereits zahlreiche gentechnikfreie pilzresistente Weinsorten. Nur haben diese keine bekannten Namen und lassen sich deshalb nicht so gut verkaufen.